Niedersachsen fördert vom Jahr 2008 an als erstes Flächenland schrittweise den flächendeckenden Aufbau von Seniorenservicebüros. In den kommenden vier Jahren will die Landesregierung insgesamt 2,52 Millionen Euro für die Seniorenservicebüros bereitstellen. Damit sollen vorerst 15 Servicebüros mit jeweils bis zu 40.000 Euro jährlich gefördert werden.
Vernetzte Hilfe aus einer Hand
In den nächsten Jahren und Jahrzehnten ist durch die demographische Entwicklung davon auszugehen, dass es einen erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf älterer Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen und Alltagssituationen gibt.
An die Servicebüros können sich alle älteren Menschen mit ihren Fragen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, aber auch alle Anbieter von Unterstützungsleistungen wenden. Als zentrale Ansprechstelle soll das Büro Informationen und Dienstleistungen aus einer Hand anbieten, um so älteren Menschen unnötigen Aufwand zu ersparen.
Es soll lokal ein Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern aufgebaut werden. Ziel ist es zudem, die Kenntnisse und Fähigkeiten älterer Menschen zu stärken und zu nutzen, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität zu bewahren und zu befördern.
Freiwilliges Jahr für Senioren und Haushaltassistenz DUO
Die Seniorenservicebüros übernehmen die Organisation, Koordination und Vermittlung von Ehrenamtlichen für das Freiwillige Jahr für Senioren (FJS). Auch beteiligen sie sich am Qualifizierungsprogramm DUO zur Ausbildung von Seniorenbegleitern und Haushaltsassistenzen. Über den Umfang weiterer Angebote entscheiden die Seniorenservicebüros selbst.
Qualifizierte Wohnberatung
Ein weiteres wesentliches Element der Servicebüros wird eine unabhängige und qualifizierte Wohnberatung für ältere Menschen sein Mit dem vom Land geförderten "Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter", das im Januar 2008 in Hannover seine Arbeit aufnehmen wird, sind die Voraussetzungen für den Aufbau und zur Weiterentwicklung eines qualifizierten Beratungsnetzes zum Wohnen im Alter geschaffen worden.
Vorhandene Strukturen nutzen
Der Einzugsbereich eines Seniorenservicebüros soll sich nach Möglichkeit auf einen Landkreis bzw. eine kreisfreie Stadt erstrecken. Mit den Seniorenservicebüros sollen kommunal vorhandene Strukturen und Einrichtungen genutzt werden. Als Träger künftiger Servicebüros kommen neben den Kommunen insbesondere Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen, bestehende Seniorenbüros und Familienservicebüros infrage.
Mehr Informationen beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration >>
Programmvorstellung auf dem Fachkongress "Bürger für Bürger" -
Veranstaltung der kommunalen Spitzenverbände, des Deutschen Vereins
und des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement - 18./19.05.2009 - Berlin >>